Guido Markowitz

©Sebastian Seibel

Biographie

Gebürtiger Villacher. Er studierte klassisches Ballett sowie zeitgenössischen und modernen Tanz an der Iwanson International School of Dance. Anschließend arbeitete er an den Städtischen Bühnen Münster. 1996 wechselte er als Solist und Choreograf zum Tanztheater von Brigitta Trommler am Staatstheater Darmstadt. Ab 2004 bis 2014 arbeitete er freischaffend als Choreograf und Regisseur, unter anderem für Tanzcompagnien wie jene von Jochen Ulrich in Linz oder Tarek Assam in Gießen, zudem für das Schauspielhaus Bochum, das Saarländische Staatstheater, das Ballett Göteborg, das Ballett Graz oder das Shenzhen Ballet China. Auch zeichnete er für Choreographien von Opern und Musicals verantwortlich, etwa für TURANDOT am Nationaltheater Mannheim oder DIE SCHWARZEN BRÜDER in der Schweiz. Seine Stücke LUST (2005) und SNOW MOTION (2006), von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert, wurden im Anschluss zu Festivals eingeladen. 2011 und 2012 war er als einer von acht Choreografen für den Theaterpreis FAUST nominiert.
Einen besonderen Schwerpunkt legte Markowitz auf die Arbeit mit Jugendlichen. Mit der Choreographie ABFLUG im Jahr 2006 startete er als Residenzchoreograf am Tanzhaus NRW eine ganze Reihe von Jugendstücken. Markowitz’ Stück WILDE ZEITEN wurde von der Jury der Bildungsinitiative der Kulturstiftung der Länder ausgezeichnet und ausgewählt, den Kongress »Kinder zum Olymp« zu eröffnen.
Seit 2015 ist er Direktor des Ballett Theater Pforzheim. Hier entwickelte er ästhetisch und bewegungssprachlich eine klare, zeitgenössische und emotional hochauthentische Linie. Existenzielle Themen der Zeit und der Kunst werden auf der Basis eines vielseitigen, zeitgemäßen Tanzverständnisses vielfältig und unter Einbeziehung anderer Künste inszeniert. Neben abendfüllenden Produktionen zu Künstlerfiguren wie Gustav Klimt oder David Bowie, einer choreographischer Umsetzung von Mozarts REQUIEM, einer Neuinterpretation von Igor Strawinskys DER FEUERVOGEL oder einer packenden choreografischen Umsetzung von Philip Glass‘ METAMORPHOSEN etablierte Markowitz eine außerordentlich erfolgreiche Reihe an abendfüllenden Produktionen an ungewöhnlichen Orten in Pforzheim, so in der Schloss- und Stiftskirche Sr. Michael, im Emma-Jaeger-Bad, im Schmuckmuseum im Reuchlinhaus oder im 360-Grad-Gasometer.
Das Ballett Theater Pforzheim wurde unter seiner Führung Partner von TANZLAND, Mitglied des Dachverbands Tanz und internationaler Kooperationspartner unter anderem von Linköping, Schweden. Markowitz wurde zudem in den Vorstand des Dachverbands Tanz Deutschland gewählt und ist Vorstand der Tanzszene BW. Im Juni 2019 erhält er den Isadora-Preis für herausragende Leistungen im Zeitgenössischen Tanz, verliehen von der Iwanson-Sixt-Stiftung München.

 

Mitwirkend bei

Zigeunerliebe

Operette von Franz Lehár

Romantische Operette in drei Akten – klanglich so farbenreich und rhythmisch so vielfältig.

Bühne Baden Sommerarena

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