Thomas Weinhappel
Vita
Thomas Weinhappel – gebürtiger Niederösterreicher – hat schon immer hohe Ansprüche an sich selbst gestellt. Seit seiner Zeit bei den Wiener Sängerknaben und an der Universität der Künste in Wien hat sein natürlicher Optimismus seine Entschlossenheit geweckt, die Zukunft zu gestalten und gewaltige Herausforderungen (wie Corona) anzunehmen. Ermutigt durch den Wagner-Spezialisten Stefan Mickisch nutzte er die Corona-Zwangspause, um sich vom lyrischen zum Helden-Bariton zu entwickeln. Obwohl er 2017 die beiden höchstrangigen Opernpreise für seinen lyrischen Hamlet erhielt und als Escamillo (Singapur 2016), Tarquinius (Ostrava 2018), Don Giovanni (Paris 2020) und Marcello (Wien 2022) beeindrucken konnte, waren diese Erfolge nicht sein oberstes Ziel. Im Gegenteil, er nutzte die Lockdown-Zeit um sich vor allem in deutschen Rollen wie Donner, Amfortas, Wolfram, Telramund, Klingsor, Holländer, Wotan, Kaspar, Pizarro, Jochanaan und Mandryka selbst neu zu erfinden. Im Juli 2023 war er bei den Festspielen Klosterneuburg (Wien) im Don Carlo als Posa und im Oktober 2023 am Opera House of Peking (NCPA) als Danilo zu hören. 2024 hat er beim Wagnerfestival an der Staatsoper Sofia als Telramund debütiert und danach bei den Festspielen in Eutin (BRD) den Kaspar, für den er 2022 in Bremerhaven besonders gelobt wurde, gesungen. Im Februar 2025 folgte der Scarpia an der Bühne Baden.
In der Spielzeit 25/26 wird Weinhappel ein weiteres Mal den Grafen Danilo im NCPA (Peking) singen, mit einer Live-Übertragung im chinesischen Fernsehen. Weiters vertieft er seine Arbeit im dramatischen Fach als „Meister Florian“ in Schrekers Oper „das Spielwerk und die Prinzessin“ an der Oper Halle (D), gefolgt von einem weiteren Debüt als Macbeth (Verdi) bei den Opernfestspielen Heidenheim (D).